In letzter Zeit häufen sich in Deutschland extrem professionelle Phishing- und Smishing-Versuche. Betrüger nutzen die Verunsicherung über Inflation, Steuern und Energiepreise schamlos aus, um an Ihre sensiblen Daten und Ihr Geld zu gelangen. Die Verbraucherzentralen schlagen Alarm!

Hier sind die perfidesten Maschen, auf die aktuell fast jeder hereinreingen könnte:

1. Der gefälschte Rundfunkbeitrag (ARD, ZDF, Deutschlandradio)

Aktuell kursieren E-Mails mit dem Betreff „Ihr Zahlungsplan für den Rundfunkbeitrag“. Die Betrüger fordern Sie auf, innerhalb von 24 Stunden offene Gebühren auf ein neues Konto zu überweisen. Sie locken sogar mit Rabatten bei Vorauszahlung – doch solche Rabatte gibt es beim echten Beitragsservice gar nicht! Zudem führen die Konten oft zu ausländischen Banken.

2. Gefälschte Steuererstattungen über ELSTER

Scammer versenden täuschend echte Mails im Namen des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt). Sie behaupten, Sie hätten Anspruch auf eine Steuerrückerstattung, und fordern Sie auf, einen Link (z. B. zu gefälschten Domains wie „elster-veri.de“) anzuklicken. Wer dort seine Daten eingibt, liefert Betrügern vollen Zugriff auf sein Bankkonto.

3. Falsche Bußgeldbescheide vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)

Haben Sie eine Mail wegen einer angeblichen Geschwindigkeitsüberschreitung erhalten? Vorsicht! Das KBA verschickt Bußgeldbescheide niemals per E-Mail oder SMS. Der beigefügte Link oder Anhang enthält in den meisten Fällen gefährliche Schadsoftware (Malware).

4. Angebliche Energie- und Inflationshilfen (KfW & Sparkasse)

„Bestätigen Sie Ihr Konto, um die staatliche Energiepauschale von 500 Euro zu erhalten.“ Solche SMS und Mails sind reiner Betrug. Der deutsche Staat zahlt Entlastungen automatisch über die Gehaltsabrechnung oder den Energieversorger aus – es ist niemals eine separate Online-Zertifizierung nötig!

5. Gefälschte Haftbefehle und Polizei-Mails

Einige Betrüger gehen sogar so weit, Mails im Namen des Bundeskriminalamts oder von Landesgerichten zu versenden, um mit Strafen wegen angeblicher Steuerhinterziehung zu drohen. Merken Sie sich: Echte Behörden nutzen niemals kostenlose Mail-Anbieter (wie Gmail) und verschicken keine Haftbefehle per E-Mail!

🛡️ Wie Sie sich schützen können:

• Klicken Sie niemals auf Links in verdächtigen Mails oder SMS.

• Prüfen Sie bei ELSTER-Benachrichtigungen die Nachrichten direkt über Ihr offizielles Benutzerkonto auf elster.de.

• Achten Sie auf die Absender-Adresse (Behörden nutzen offizielle .de-Regierungsdomains).

• Geben Sie niemals Dokumentenkopien (Personalausweis) unverschlüsselt per Mail weiter.

Haben Sie bereits eine solche Nachricht erhalten? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren, um andere zu warnen!